KfW-Kredit über die Hausbank – das Hausbankprinzip
Viele hören „KfW-Förderkredit" und denken an günstige Konditionen – und übersehen, dass der Antrag trotzdem durch die eigene Bank läuft, die ganz normal prüft.
KfW-Förderkredite beantragen Sie nicht direkt bei der KfW, sondern über Ihre Hausbank (Hausbankprinzip). Diese prüft Ihre Bonität nach denselben Kennzahlen wie bei jedem Kredit – vor allem die Kapitaldienstfähigkeit – und reicht den Antrag dann weiter. Heißt: Ihre Zahlen entscheiden auch hier. Der Vorab-Check passt also genauso.
Was ist das Hausbankprinzip?
Die KfW ist eine Förderbank und tritt nicht direkt mit Ihnen in Kontakt. Stattdessen stellen Sie den Antrag über Ihre Hausbank (oder einen anderen Finanzierungspartner). Diese leitet ihn an die KfW weiter und wickelt den Kredit ab. Für Sie heißt das: Erste Anlaufstelle ist immer Ihre Bank, nicht die KfW.
Warum die Bank trotzdem Ihre Bonität prüft
Auch bei Förderkrediten übernimmt die Hausbank in der Regel einen Teil des Risikos mit. Deshalb prüft sie Ihre Kreditwürdigkeit genauso sorgfältig wie bei einem klassischen Kredit. Ein Förderprogramm verbessert die Konditionen – es ersetzt aber nicht die Prüfung, ob Sie den Kredit tragen können.
Welche Kennzahlen zählen
Dieselben wie sonst: Trägt der laufende Cashflow die Rate mit Puffer (Kapitaldienstfähigkeit)? Wie steht das Eigenkapital, wie die Rentabilität? Bei Einzelunternehmern fließt zusätzlich die private Haushaltsrechnung ein. Was die Bank grundsätzlich prüft, lesen Sie in wie die Bank Selbstständige bewertet.
Wie Sie sich vorbereiten
- Aktuelle, plausible Zahlen bereitlegen – Jahresabschlüsse/EÜR und eine aktuelle BWA.
- Einen klaren Investitions- bzw. Verwendungsplan erstellen – Förderkredite sind zweckgebunden.
- Früh mit der Hausbank sprechen: Das Programm muss zum Vorhaben passen und vor Vorhabenbeginn beantragt sein.
- Vorab prüfen, ob die geplante Rate getragen wird – mit dem richtig vorbereiteten Antrag.
Häufige Fragen
- Kann ich einen KfW-Kredit direkt bei der KfW beantragen?
- Nein. KfW-Förderkredite laufen über das Hausbankprinzip: Sie beantragen sie über Ihre Bank oder einen Finanzierungspartner, der den Antrag an die KfW weiterleitet und den Kredit abwickelt.
- Prüft die Bank meine Bonität auch bei Förderkrediten?
- Ja. Die Hausbank trägt in der Regel einen Teil des Risikos mit und prüft Ihre Kreditwürdigkeit nach den üblichen Kennzahlen – allen voran die Kapitaldienstfähigkeit. Das Förderprogramm verbessert die Konditionen, ersetzt aber nicht die Prüfung.
- Worauf sollte ich vor dem Gespräch achten?
- Aktuelle Zahlen, einen klaren Verwendungsplan und frühzeitigen Kontakt zur Hausbank. Wichtig: Förderkredite müssen in der Regel vor Beginn des Vorhabens beantragt werden. Die genauen Programmbedingungen klären Sie mit Ihrer Bank bzw. direkt bei der KfW.
Egal ob Förder- oder klassischer Kredit – die Hausbank prüft dieselben Kennzahlen. Der Vorab-Check zeigt sie Ihnen in wenigen Minuten.
Kennzahlen vorab prüfen →Quellen & Grundlagen
Hinweis: Dieser Ratgeber ist eine Orientierung, keine Finanzierungszusage und keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Grün ist keine Zusage, Rot kein Ausschluss – eine Bank bezieht in ihre Entscheidung noch weitere Faktoren ein, unter anderem Sicherheiten, Kontoführung und Auskünfte. Mehr im Glossar, häufige Fragen in den FAQ.
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